Physiotherapie ohne Arztrezept

Sämtliche Fachpresse, das Ärzteblatt und auch Deutschlands größte Regionalzeitung, die WAZ, berichteten gestern über eine wegweisende Studie. Diese untersucht mögliche Vorteile, wenn Physiotherapeuten ihre Patienten ohne die übliche Verordnung eines Arztes behandeln dürfen. Denn bisher ist für Physiotherapie zwingend eine ärztliche Verordnung notwendig, die Art, Anzahl und Frequenz der Behandlung regelt.Artikel aus der WAZ

Die Studie

Die Studie basiert auf einem Modellvorhaben und wurde von der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften ausgewertet. Die Patienten in der Kontrollgruppe erhielten wie gewohnt Verordnungen vom Arzt, auf denen er Anzahl, Umfang und Art der Therapieeinheiten festlegt. In der anderen Gruppe konnten die Physiotherapeuten selbst über Art und Dauer der Behandlung entscheiden. Die Ergebnisse zeigen, dass weniger Behandlungseinheiten notwendig waren, wenn der Physiotherapeut mehr Entscheidungsfreiheit hat.

Positive Erfahrungen mit Physiotherapie ohne Arztrezept

ArztrezeptDie Ergebnisse der Studie decken sich auch mit den Erkenntnissen aus unserer Praxis. Als Heilpraktikerin (PT) darf ich im Gegensatz zu anderen Physiotherapeuten selbstständig Diagnosen stellen und Privatrezepte für Physiotherapie ausstellen. Dadurch können wir unnötige Wartezeiten auf Arzttermine vermeiden und Beschwerden zeitnah behandeln. Durch den schnellen Behandlungsbeginn sind häufig weniger Behandlungseinheiten nötig, als wenn sich das Problem erst manifestiert.

Doch wir Physiotherapeuten können (wie jeder Facharzt auch) nur ein bestimmtes Spektrum an Krankheiten und Beschwerden behandeln. Daher steht am Anfang immer eine umfassende Untersuchung und Diagnostik. Dabei führe ich auch ein Screening nach sogenannte Red Flags durch. Dies sind Warnhinweise für Erkrankungen, die nicht in unsere Hände, sondern in die eines Mediziners gehören. In diesem Fall verweise ich Patienten selbstverständlich weiter. Dazu arbeiten wir eng mit Ärzten wie zum Beispiel der Praxis “Orthopädie Salzstraße” zusammen.

Weitere Informationen hierzu finden Sie hier.